Pilzkultur

Liebe Hive-Gemeinde,
Liebe Freiheitsfreunde,
Liebe Freiheitsfeinde,

als ich aufgewachsen bin, haben wir einen sehr großen Teil unserer Lebensmittel selbst angebaut und Hasen zum Verzehr gezüchtet.

Ich habe jetzt keine Zahlen vorliegen, aber gefühlt waren die Lebensmittel damals in den 70ern und 80ern bezogen auf das was man verdient hat deutlich teurer als heute.

In den Neubaugebiet, in dem ich gewohnt habe, hatten nahezu ausschließlich Leute aus der Arbeiterschicht ihre Häuser gebaut (ja damals ging das noch) und praktisch jeder hat selbst Lebensmittel angebaut. Viele haben auch Hasen, Hühner oder Tauben gezüchtet.

Was man zu viel hatte, hat man an die Nachbarn verschenkt.

Das war übrigens keine Hippiekomune, in der ich aufgewachsen bin, sondern die Leute waren alle streng konservative CSU oder SPD Wähler und alle waren katholisch.

Wobei die politische Einstellung damals keine Sau interessiert hat.
Man war sich nur darin einig, dass die da oben alles Verbrecher sind.

Heutzutage ist natürlich alles politisch.
Deshalb sage ich, man kann kaum mit einer Tätigkeit mehr Fliegen mit einer Klappe erschlagen, als mit Lebensmittelanbau/-produktion.

  1. Gut für die Umwelt
  2. Schlecht für Großkonzerne
  3. Keine Mehrwertsteuer
  4. Keine 3G-Pflicht
  5. Freiheit
  6. Klima

Heute habe ich eine weitere Lebensmittelkategorie meinem Portfolio hinzugefügt.
Wobei noch überhaupt nicht gesagt ist, ob ich damit Erfolg habe.

Austernpilze

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Austernpilze kann man im Prinzip überall anbauen.
Die meisten Leute bauen sie in Plastikeimern oder Plastiksäcken an.
Das werde ich als nächstes in Angriff nehmen, um auch im Winter Pilze zu haben.
Heute habe ich mich für einen alten Baumstumpf entschieden.

Die Pilzdübel gibt es im Internet.
Zusätzlich braucht man eine Bohrmaschine, Bienenwachs, einen Hammer und Handschuhe (man kann sich auch die Hände vorher desinfizieren).

1. Löcher bohren

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Wie man sehen kann, hat der Baumstumpf noch seine Wurzeln und treibt teilweise auch noch aus, obwohl der Baum (Esche) schon vor vielen Jahren gefällt wurde.

Für viele Pilze ist dies nicht ideal, aber Austernpilze sollen es angeblich vertragen.

Es muss übrigens ein Laubbaum sein. Nadelholz mögen die meisten Speisepilze nicht.

Ich habe an den verschiedensten Stellen Löcher gebohrt, um zu testen, wo sich die Pilze am wohlsten fühlen.
Die Wurzeln führten noch richtig viel Wasser, der Stamm war schon sehr trocken und z.T. morsch.

2. Dübel setzen

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Es ist wichtig, die Dübel nur mit desinfizierten Händen oder Handschuhen anzufassen, um sie nicht mit irgendwelchen Keimen oder Pilzen zu infizieren.

Hat man die Dübel tief genug versenkt, verschließt man die Löcher am besten mit Bienenwachs, damit nicht irgendwelche Schädlinge eindringen können.

Nun heißt es warten.
Bei so einem Baumstamm wird es sicher 6-12 Monate dauern, bis sich was tut.

Als nächstes werde ich mir Pilzmyzel in Kaffeesatz heranzüchten und die Pilze dann auf Stroh und Sägespänen in Plastikeimern im Keller züchten.

Intelligente Pilze und Umweltretter

Als einer der größten Pilzexperten gilt Paul Stamets.

Ich bin auf ihn aufmerksam geworden, weil er schon zwei Mal bei Joe Rogan war.

Er ist sowohl Experte für psychedelische und pharmakologische Pilze, als auch für Speisepilze.

Er hat zahlreiche Bücher geschrieben, vertreibt Pilzzusatznahrung aus eigenem Anbau und wird immer wieder Mal vom U.S. Militär zu Rate gezogen, wenn sie bei Bio- und Chemiewaffen nicht mehr weiterwissen.

Ich empfehle folgendes Buch, von dem ich nachfolgend einige Ausschnitte zeigen möchte:

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Intelligenter Pilz findet den Weg durchs Labyrinth:
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Austernpilze gegen Ölpest:

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Pilze gegen Chemiewaffen:
Pilze können sogar von Chemiewaffen verseuchte Böden wieder reinigen.
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Pilzmyzel das intelligente, alles verbindende Netzwerk:

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Verbotene Gedanken

Bei der heutigen Gartenarbeit kamen mir so ein paar ketzerische Gedanken.
Geradezu unaussprechliche Gedanken.

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In Ländern die nicht so rechtsstaatlich und demokratisch sind wie unsere Republik, ist der Generalstreik durch das Streikrecht gedeckt.

Nun gibt es ja bei uns (und auch im Rest der Welt) immer noch einige Unverbesserliche, die mit der politischen Situation unzufrieden sind.
Sogar von faschistischen Methoden wird gesprochen.
Obwohl doch die vom Grundgesetz garantierten Grundrechte nur einen Pieks bzw. einen Booster entfernt sind.

Zusätzlich gibt es weltweit Millionen vernünftige Jugendliche und junge Erwachsene, denen im Gegensatz zu den alten weißen Männern das Weltklima am Herzen liegt.

Fakt ist, vor nichts haben die Mächtigen und Großkonzerne mehr Angst als vor dauerhaften und weitreichenden Streiks.

Fakt ist auch, nichts reduziert den CO2 Ausstoß mehr als dauerhafte und weitreichende Streiks.

Generalstreiks müssen aber gut organisiert werden.
Die streikenden müssen essen, brauchen medizinische Versorgung, Strom, etc.

Es kann also nicht funktionieren, wenn man einfach aufhört zu arbeiten und den ganzen Tag auf der Couch liegt und Netflix schaut.

Ganz im Gegenteil.

Soll ein Generalstreik erfolgreich sein, müssen die Streikenden zwar aufhören für die großen Konzerne und den Staat zu arbeiten, dafür müssen sie aber anfangen für sich und ihre Nachbarn zu arbeiten.

Je mehr Leute ihre Lebensmittel und ihre Energie selbst erzeugen, desto länger können Generalstreiks durchgehalten werden.

Man stelle sich vor die Leute hätten so viel Spaß daran, dass sie überhaupt nicht mehr in ihre Bullshit-Jobs (vgl. David Graeber) zurückkehren wollen.

Wie positiv würde sich das für die Umwelt auswirken.

Zum Glück ist bei uns der Generalstreik verboten und auch völlig unnötig, da wir ein Grundgesetz haben.

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